Im Jahre 1974 wurde die alte Trinkwasserleitung erneuert. Gleichzeitig wurden vorhandene Abzweigungen zu den ehemals seit dem 2. Weltkrieg bewohnten Gärten teilweise aufgegeben und mehrere Zapfstellen an den Wegen neu erstellt.

 

Im Jahre 1978 wurde das Vereinsheim nach Sanierung und Erfüllung der gesetzlichen Auflagen (mehr Toiletten, Abwassergrube usw.) zugleich als „Öffentliche Gaststätte“ deklariert und an einen Pächter zur Bewirtschaftung verpachtet.

 

Im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau Bremens nach dem 2. Weltkrieg (1939-1945) und der erforderlichen Schaffung neuen Wohnraums sind wesentliche Teile unseres ehemaligen Vereinsgebietes, aber auch Parzellenflächen anderer Vereine, der Stadtentwicklung zum Opfer gefallen. So mussten z. B. im Jahre 1954 fast sämtliche Gärten des Kleingärtner-Vereins „Karlsruh“ e. V. an der Bismarck-. und Stader Str. zum Zwecke der Wohnbebauung aufgegeben werden. Der Verein war nicht mehr lebensfähig. Dieser Verein hat daraufhin gebeten, sich unserem Verein anschließen zu dürfen, was einstimmig in der Jahreshauptversammlung am 6.2.1955 beschlossen worden ist. Um dieses auch nach außen zu dokumentieren, wurde unser Verein in „Karlsruh – Im stillen Frieden“ umbenannt.

Diese Namensänderung wurde im Jahre 1984 wieder rückgängig gemacht, so dass seit diesem Zeitpunkt der alte Name wieder Bestand hat.

 

In den Jahren 1958 und 1959 hatte der Verein 361 bzw. 365 Mitglieder. Danach ging es mit Mitgliederzahlen rapide bergab, da immer mehr Flächen zur Wohnbebauung geräumt und abgegeben werden mussten, so die Gärten zwischen Kurfürstenallee und Vionvillestr., an der Dijonstr. / Gravelottestr., an der Paschenburgstr., an der Ostpreußischen Str. und an der Obernkirchener Str.

 

Im Jahre 1964 hatte der Verein 265 Mitglieder, 1971 waren es noch 241 Mitglieder.

Durch die in den Jahren 1974 bis 1978 von der Stadt neu errichteten 60 Kleingärten auf den ehemaligen Ländereien der Hastedter Bauern (Kohlhöker) im Bereich Tannenbergstr. / Feuerdornweg sind 60 neue Mitglieder hinzugekommen, so dass dem Verein etwa 300 Mitglieder angehörten. Diese neuen Gärten sind 1976 und 1979 an die Stromversorgung und 1980 an die Trinkwasserversorgung über Zapfstellen angeschlossen worden. Natürlich ebenfalls in gemeinschaftlicher Arbeit.

 

Ende 1978 kam es aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Schwerpunkte der Vereinsarbeit zwischen den Mitgliedern der alten Anlage an der Tannenbergstr. und dem Vereinsvorstand zur Abspaltung und der Neugründung des Vereins „Gartenfreunde Tannenberg“, so dass ab diesem Zeitpunkt das Gebiet des Vereins „Im stillen Frieden“ nur noch die Anlage zwischen Friedrich-Karl-Str. und Obernkirchener Str. (bzw. zwischen der Straße An der Gete und  der Eisenbahn) mit ca. 85 Gärten sowie die Anlage Tannenbergstr. / Feuerdornweg mit 60 Gärten umfasst.

 

Seit 1979 bis heute hat der Verein konstant zwischen 142 und 145 Mitglieder, von denen 65 Pächter auf kommunalen Grundflächen, 30 Pächter auf privaten Grundflächen und 50 Eigentümer auf privaten Grundflächen sind.

 

Die Gärten zwischen der Straße An der Gete und der Eisenbahn sind in dem am 5.6.1980 von der Bremischen Stadtbürgerschaft beschlossenen Bebauungsplan Nr. 1409 als „Dauerkleingartenfläche“ ausgewiesen. Eine gleiche Ausweisung ist für die Gärten in der Anlage Tannnenbergstr. / Feuerdornweg im Bebauungsplan Nr. 1118 vom 10.10.1977 erfolgt. Dadurch ist der Bestand der Gärten als Dauerkleingärten gesetzlich abgesichert.


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